1. Die Vorzeit
2. Das Erwachen der Schildbürger
3. Der Kampf geht weiter
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1. Die Vorzeit
Gestern abend erzählte uns ein alter Schildbürger am Lagerfeuer eine Geschichte aus längst vergangenen Tagen:
Ein eisiger Wind pfiff über die weiten schneebedeckten Hügel von Kharanos. Darius, ein junger Zwerg, stand am Rande des zugefrorenen Sees und hieb mit seinem Knüppel unbeholfen auf einen wütenden Yeti. Er hatte noch kaum Erfahrung mit Waffen dieser Art und seine Schläge machten die Bestie bloss rasender. Mit jedem Schlag den Darius einstecken musste bedauerte er mehr, dass er seinen Schild ersetzt hatte durch diese klobige Waffe. Getroffen von übler Frostmagie kämpfte er verbissen weiter, denn er wusste, er würde den Kampf nur knapp gewinnen können.
Ein plötzliches wuterfülltes Aufbrüllen trieb dem Zwerg den Angstschweiss auf die Stirn. Seine Gedanken rasten, und als ihn ein harter Prankenhieb im Rücken traf, sah er sein Ende vor Augen. Langsam, seinen verfluchten Knüppel ein letztes mal hebend, vernahm er die tiefe Stimme seines Lehrers als stünde er neben ihm: „Junge vergiss nie die heilige Macht“ und augenblicklich verwob sich das Licht um ihn zu einem mächtigen Schild.
Nur Sekunden später trat Darius gestärkt aus diesem unüberwindbaren Schutz und hieb erfüllt von neuer Zuversicht die beiden Bestien zu Boden.
Noch ahnte der junge Paladin nicht, dass Zeiten kommen würden, wo er an der Spitze eines mächtigen Schlachtzuges gehüllt in genau diesen Schild, alleine auf brennende Ungeheuer von unermesslicher Stärke zulaufen würde…
Doch bis dahin würde noch viel Zeit vergehen…
Darius, ein inzwischen geachteter und erfahrener Kämpfer, taumelte mit zerstörter Rüstung und am Ende seiner Kräfte durch die Gewölbe von Ironforge. Entsetzt zählte er seine wenigen überlebenden Kameraden. Er hatte sich in letzter Sekunde durch das rettende Portal geworfen.
Die Gerüchte waren also wahr. Das Böse in Molten Core hatte unglaublich an Macht gewonnen. Monster so gross wie Häuser und der Kraft von ganzen Armeen bevölkerten diese verfluchten glühenden Höhlen.
Er wusste, nur eine starke, gut organisierte Armee konnte in diesen Gewölben den Tod und das Feuer überstehen. Um den dunklen Mächten die Stirn zu bieten suchte er Audienzen bei verschiedensten Gilden und überzeugte schliesslich stolze Kämpfer der Gilden Knights of the Light, Schildbürger, Dragonfall, Bandera par la paz, Tears of the Bear und the Legion einen Verbund zu schliessen – die Gilde Bandera.
Das stolze neue Banner wehte im dunklen Sturm – und Bandera war glorreich!
2. Das Erwachen der Schildbürger
Überlieferungen zufolge waren die Schildbürger eine der ersten Gilden, die sich grösseren Bedrohungen entgegenstellte. Später hatte sich ein grossteil der starken Kämpfer gelöst, um das Bündnis Bandera zu unterstützen.
Bandera erlebte eine wilde und erfolgreiche Zeit, als sie unerbittlich gegen den Feuerlord vorrückten. Doch während die Siegreichen triumphierten, blieb der dunkle Fürst nicht tatenlos…
Niemand schien zu bemerken, wie er begann hinterhältig die Gedanken und den Geist von einzelnen zu manipulieren.
Und so geschah es, dass Bandera die dunkelste Stunde erlebte, denn es waren nicht Gegner die so gross waren wie ein Haus und so stark wie eine Armee… nein, Bandera selbst brachte sich zu Fall. Der Höllenfürst frohlockte während der Zusammenhalt zerbrach und Bandera durch innere Konflikte zerfiel.
Die meisten der Kämpfer hatten kein Zuhause mehr und sie zogen ohne Ziel durch die Lande. In der Sonne jedoch zerfiel der Einfluss des Schattenbringers und viele der Verlorenen fanden den Weg zu einer kleinen Gilde. Gegründet vor langer Zeit und beinahe vergessen… erstrahlten die Schildbürger plötzlich und unerwartet – machtvoll und neu vereint!
Getrieben von Wut und erfüllt vom Licht, stürmte der Schlachtzug unaufhaltsam durch den verfluchten Berg. Zweimal gelang es dem dunklen Fürsten die Kämpfer zurückzuwerfen. Doch die Schildbürger waren Eins und Ragnaros fiel.
Es blieb nur wenig Zeit um auszuruhen, denn Gerüchte sprachen von noch grösseren Bedrohungen aus dem berüchtigten Hort. Die Schildbürger gingen hin, sahen sich um und schlugen Drache für Drache zurück.
Viel Blut floss und viel Schweiss, doch schliesslich standen die Helden auf dem legendären Balkon von Nefarius. Erschöpft lehnten die Recken ans steinige Geländer. Der laue Luftzug brachte keine Erfrischung. Und alle wussten es… es gab kein zurück…
Und Nefarius begann zu lachen…
Die Horden die aus den Felsen drangen waren erdrückend. Die Krieger versuchen verbissen die zahlreichen Gegner von den Heilern fernzuhalten. Magier und Hexer liessen zerstörerischen Regen aus Feuer und Eis auf die Feindlichen Massen nieder und Schurken und Jäger vernichteten Gegner um Gegner. Der Kampf war lang und hart und die Verluste hoch. Die Luft knistere vor magischen Entladungen und Heiler taumelten, verbissen heilende Energien aus sich herauszwingend.
Doch am Schluss war es genau dieses hämische Lachen, das jeden Kämpfer noch härter und wütender zuschlagen liess.
Als Nefarius auf den Boden aufschlug war ein grosser Tag. Ein wahrlich gesegneter Tag. Eine grosse Gefahr war gebannt und endlich konnten sich die gebeutelten Helden eine Pause gönnen.
3. Der Kampf geht weiter
Die Ereignisse überschlugen sich schliesslich wieder, und das vor langer Zeit in Silithus magisch versiegelte Tor wurde geöffnet. Natürlich sammelten sich die Schildbürger um gefährliche Riesenkäfer und alles merkwürdige was sich bewegte, und die Menschheit bedrohte, niederzuwerfen.
Nachdem Silithus von den grössten Gefahren befreit war und von den cenarischen Truppen gesichert wurde, betraten die Schildbürger Ahn’Qiraj um das Übel an der Wurzel anzugehen.
Neue Gegner erforderten neue Taktiken, doch die Herausforderungen wurden gemeistert und der Weg freigeschlagen.
Im Tempel folgte der erfahrene Schlachtzug der Stimme des alten Gottes und vernichtete Massen von neuartigen Feinden, die sich in den Weg stellten. Viele Kämpfe waren hart und verlustreich.
Nach schier endlosen Gängen folgte ein weiterer Tunnel, der zu den zwei berüchtigten Brüdern führen sollte. Im Tunnel warteten jedoch mehrere statuenhafte riesige Wächter, die den Schlachtzug immer wieder mit Seuchen, Meteoren und anderen Übeln zermürbten.
Schliesslich standen die Schildbürger im steinernen Eingang zu den riesigen Gewölben von Vek’lor und Vek’nilash. Die Zwillinge schienen nichts zu bemerken. Viele beunruhigende Gerüchte waren bekannt und die Kämpfer besprachen leise die Taktik.
Druiden, Magier, Priester und Paladine sprachen ihre verstärkenden Magien und ihre Auren auf den Schlachtzug. Starke Elixiere brannten in den Adern der Kämpfer …und schliesslich begann der Tanz.
Krieger und Hexer zogen die Wut und den Hauptschaden auf sich. Schnell waren die Fähigkeiten der Gegner erkannt.
Die Brüder porteten sich hin und her und tauschten so die Plätze. Gleichzeitig übernahmen sie Käfer die riesenhaft anwuchsen und beschworen eisigen, vernichtenden Regen auf die Helden. Das stetige Vorrücken der Schildbürger kam zum Stillstand, denn die verfluchten Brüder widersetzten sich hartnäckiger als erwartet.
Immer wieder rückten die Helden vor, wurden arg zurückgeworfen und zusätzlich mit merkwürdigen Zeitverzögerungen belastet. Zermürbung machte sich breit und einige langjährige, hochdekorierte und wertvolle Mitstreiter verloren den Glauben und verabschiedeten sich von den Schildbürgern.
In jenen schweren Tagen sahen einige bereits das Ende nahen… doch es war genug Kampfgeist im geschwächten Verband übriggeblieben, die Reihen mit zuversichtlichen Helden zu füllen.
Und schliesslich kam jener glorreiche, lang herbeigesehnte Tag. Der Schlachtzug stürmte mit allem verstärkt, was mit Magien und verschiedensten Verstärkungen möglich war, auf die beiden Brüder.
Wir wussten, dass es möglich war. Wir wussten, dass wir siegen würden. Alle waren hochkonzentriert. Im Kampf herrschte eisige Ruhe. Die gewaltigen Hiebe Vek’nilash trafen auf die mächtige Rüstung der Krieger, die tödlichen Schattenblitze Vek’lors auf die beachtliche Resistenz der Hexer. Unaufhaltsame Ströme heilender Energien hielten alle am Leben.
Und die Twins schlugen auf, da wo sie hingehören.
Ein grosser Tag.
Und wiedereinmal hat sich gezeigt…
Brüder und Schwestern, solange wir einig sind werden wir siegen!
Hoch leben die Schildbürger!